Wuff, Wuff, Wuff – das kennen wir alle 🙂 Das Bellen gehört zum normalen Ausdrucks- und Kommunikationsverhalten unserer Hunde. Der eine Hund ist bellfreudiger wie der andere und bei jedem löst etwas Anderes das Bellen aus. Bellt dein Hund ab und zu, ist das vollkommen okay. Doch wenn das Bellen ständig und langanhaltend oder bei jeder Kleinigkeit gezeigt wird, ist das nicht mehr angenehm.

 

Was löst das Bellen aus?

Wenn dein vierbeiniger Freund sehr oft sein Stimmorgan verwendet, dann ist das leicht störend. Es nervt uns und es kann deswegen auch zu Unstimmigkeiten mit den Nachbarn oder anderen Menschen kommen. Bevor zu aber das Thema zu viel Bellen lösen kannst, muss dir erst einmal bewusst werden, wann dein Hund bellt. Was löst sein Bellen aus?

Beobachte deinen Hund einmal genau in welchen Situationen er das Bellen beginnt, vielleicht sogar erst ein kleines Wuffen zu hören ist. Merke dir diese Situationen gut. Sind es Geräusche, hohe, tiefe oder Stimmen von anderen Menschen? Wenn er andere Menschen plötzlich sieht oder wenn sie auf ihn zulaufen? Andere Hunde oder Tiere? Bellt er bei Aufregung? Oder wenn er Angst hat? Oder aber wenn sich ein fremder Mensch seinem Grundstück nähert? Beim Klingeln der Türglocke?

Mache dir genau bewusst, wann dein Hund bellt. Wenn du das weißt, dann kannst du der Ursache des Bellens auf den Grund gehen.

 

Der Grund für das Bellen

Zu Wissen, wann dein Hund bellt, ist goldwert. Du kannst dich darauf einstellen und weißt wo du das Training starten kannst. Damit aber das nachfolgende Training auch klappt, solltest du noch ein kleines bisschen tiefer graben und den Grund für das Bellen herausfinden. Dein Hund wird nicht einfach so bellen, er verfolgt damit ein Ziel und drückt seine Emotion aus. Hier also die häufigsten Gründe für das Bellen:

1. Dein Hund will Aufmerksamkeit .
Und sind wir mal ehrlich, das schafft er durch stetiges Bellen in den allermeisten Fällen. Wenn ein Hund länger und vor allem noch laut oder schrill bellt, dann wird es den wenigsten Menschen ein Leichtes sein, nicht darauf einzugehen. Und diese Verknüpfung lernt dein Hund sehr schnell: ich muss nur lange genug bellen, dann kümmert sich mein Mensch um mich. Toller Erfolg für deinen Hund 🙂

2. Dein Hund hat Stress.
Stress kann durch viele Dinge entstehen. Es kommt ein fremder Hund um die Ecke und deiner möchte gerne hin, darf aber nicht. Das kann Stress bedeuten. Auch wenn ein Reh über die Wiese rennt und dein Hund in Jagdgebell verfällt, ist das ein deutlicher Ausdruck von Stress.
Bellt dein Hund, weil er Stress hat, ist dieses Bellen meist langanhaltend, oft monoton und hoch in der Tonlage.

3. Dein Hund hat Angst.
Bellen kann aber auch ein Zeichen von Angst sein. Oft beginnt das Bellen aus Angst mit einem kurzen Knurren und geht dann in Bellen über. Dieses Bellen zeigen viele Hunde, wenn sie einen Eindringling ihrer Gruppe melden oder wenn ein Auslöser direkt auf deinen Hund zuläuft. Oder aber, wenn dein Hund allein daheim ist und damit seine Schwierigkeiten hat, kann er seinen Angst durch Bellen Ausdruck geben.

4. Dein Hund fordert einen anderen Hund auf.
Auch das kann mit Bellen begleitet werden. Viele Hunde bellen, während sie mit einem anderen Hund spielen oder ihn zu einem Spiel auffordern. Dieses Bellen wird aber immer mit typischen körpersprachlichen Signalen begleitet, die dem Gegenüber signalisieren, dass alles okay ist und kein Streit in Aussicht ist.

 

Immer weniger werden lassen

Bellen ist selbstbelohnend und ein Verbieten bringt in der Regel absolut nichts, denn die Ursache ist mit einem Verbot nicht behoben. Also was tun?

1. Vor dem Auslöser reagieren.
Beginne das Training bevor dein Hund überhaupt zu bellen beginnt. Fange genau das Verhalten ein und belohne es. Das wird sich auf Dauer mehr lohnen und dein Hund wird ruhiger werden.

2. Unterbrich es freundlich.
Manchmal sind wir einfach zu langsam, dann ist es wichtig, das Bellen so schnell es geht zu unterbrechen. Doch nicht mit Nein, Aus und Pfui, sondern mit klugen Verhaltensunterbrechern.

Zum Weiterlesen:
Wie du unerwünschtes Verhalten bei deinem Hund unterbrechen kannst und Grenzen setzt.

 

3. Ruhe fördern.
Umso ruhiger und entspannter dein Hund ist, desto weniger wird er Grund zum Bellen haben. Trainiere deswegen Ruhe und in Entspannung in eurem Alltag. Auch ein gut aufgebautes Entspannungssignal wird euch helfen, die Emotionen gar nicht so weit hoch fahren zu lassen.

 

Lieblingshund Blog Werbung

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs. Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
https://vitacanis.net/ueber-mich/

Facebook Twitter Google+ YouTube Vimeo   

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?