Trainierst du auch manchmal auf das gerade Wohl mit deinem Hund? Du denkst dir, genau das möchte ich heute trainieren und fängst einfach an. Doch urplötzlich kommst du an einen Punkt, an dem es nicht mehr weiter geht. Dein Hund zeigt einfach nicht das Verhalten, das du dir wünschst. Du wirst frustriert und auch dein Hund. Das ist nicht Sinn von Training mit unseren Vierbeiner.

 

Training ins Blaue
Wenn wir mit unseren Hunden trainieren, dann möchten wir ihnen ein neues Verhalten beibringen oder aber bestehendes Verhalten festigen. Und das am Besten auf den schnellsten Weg. Trainieren wir einfach so ins Blaue hinein nur mit einer vagen Idee was wir möchten, dann wird das oft nicht zielführend.

Klar, manchmal klappt es trotzdem, doch oft ist der Prozess langwieriger und holpriger.

Aus diesem Grund bin ich ein wahrer Fan von Trainingsplänen. Ein Trainingsplan zeigt uns den Weg von Verhalten A zu Verhalten B. Er ist wie eine Landkarte, die uns eindeutig den Weg weißt. Und wenn es irgendwo stagniert, ist es ein leichtes einen anderen Weg zu finden.

 

Der Trainingsplan
Wenn du einen Trainingsplan für deinen Hund erstellen möchtest, dann darfst du dir erst einmal ein paar Gedanken machen:

  • Wo steht ihr gerade? Was ist das aktuelle Verhalten deines Hundes?
  • Wo möchtest du hin? Wie soll sich dein Hund genau verhalten?
  • Welche Teilziele kann ich setzen?

 

Wo steht ihr gerade? – Der Status Quo

Es ist nicht nur wichtig zu wissen, wo du hinmöchtest, sondern auch wo du beginnst. Um effektiv trainieren zu können, musst du wissen, wie die aktuelle Situation genau ist.

Welche Verhaltensweisen kann dein Hund schon gut? Wann kann er sie gut? Worauf kannst du aufbauen?
Wie sieht die aktuelle Situation genau aus?

Beschreibe hier wirklich alles detailliert. Nur so kannst du herausfinden wie eure Ausgangssituation wirklich ist.

 

Wo möchtest du hin? – Das Trainingsziel

Ein Ziel ist nicht nur „mein Hund soll locker an der Leine laufen“, nein, es ist viel detaillierter.
Denn nur, wenn du weißt, was du wirklich möchtest, ist es dir möglich dort hin zu gelangen.

Frage dich:

  • Was soll mein Hund genau tun?
  • Wo soll er es tun?
  • Wann soll er es tun?
  • Wie schnell soll der Hund dieses Verhalten zeigen?
  • Soll er es von selbst oder nach deiner Aufforderung zeigen?
  • In welcher Entfernung zu dir soll er es zeigen?
  • Unter welcher Ablenkung soll er das gewünschte Verhalten zeigen?
  • Und wie lange?

Male dir euer Trainingsziel richtig detailliert aus, stelle es dir exakt vor.

 

Welche Teilziele kannst du setzen? – Etappen

Wenn du die ersten beiden Punkte erledigt hast, bist du schon einen großen Schritt weit gekommen. Jetzt geht es an die Feinarbeit. Du hast nun den Ausgangspunkt und dein Endziel. Setze dir jetzt noch viele kleine Zwischenziele.

Warum? Die Zwischenziele erreichst du viel schneller. Du und auch dein Hund bleiben motiviert und ihr kommt so viel schneller an euer Endziel.

 

Protokolliere dein Training
Damit du den Überblick über euer Training behältst und genau weißt, wann etwas gut oder auch schlecht gelaufen ist, rate ich dir ein Trainingsprotokoll zu führen. Somit hast du alles schwarz auf weiß und kannst alles nachvollziehen.

In meinem Trainingsprotokoll steht beispielsweise:

  • Datum und Zeit
  • Situation
  • Abstand zum Auslöser
  • Verhalten von meinem Hund
  • mein eigenes Verhalten
  • korrektes/unkorrektes Verhalten
  • Anzahl der Wiederholungen
  • Notizen zum Training

 

Jetzt bist du wunderbar vorbereitet und es kann an das praktische Training gehen.

 

Also lasst uns das Training mit unseren Hunden frei nach Bob Bailey angehen:

Wisse, was du willst!
Wisse, was du hast!
Think!
Plan!
Do!

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