Mit der Hand durch das flauschige Fell deines Hundes zu Streicheln ist einfach nur toll, oder? Es fühlt sich gut an, du zeigst deinem Hund deine Liebe und genießt den Kontakt mit deinem Hund. Für deinen Hund soll das Streicheln auch angenehm sein und er soll es natürlich ebenso toll finden wie du. Doch sei mal ehrlich! Findet dein Hund dein Streicheln immer angenehm?

 

Der menschliche Gedanke.

Ja, warum Streicheln wir unsere Hunde denn eigentlich so gerne?
Wenn wir Zweibeiner unsere Hunde streicheln, dann tun wir das aus verschiedenen Gründen:
Wir wollen unserem Hund unsere Zuneigung zeigen und möchten ihn deswegen Knuddeln und Tätscheln.
Und zudem fühlt es sich auch gut an im Fell des vierbeinigen Lieblings zu wühlen. Es ist so weich und angenehm kuschelig.

Doch wir nutzen das Streicheln auch als Belohnung. Wir möchten unserem Hund damit zeigen, dass er gerade etwas richtig gemacht hat und sehen das Streicheln als Lob an.

Also aus Menschensicht etwas ganz normales und verständlich. Empfindet dein Hund dein Streicheln aber auch so wie du es denkst?

 

So sieht es dein Hund.

Hast du deinen Hund schon einmal genau beobachtet, wenn du ihn streichelst? Kuschelt er sich so richtig in deine Hand und genießt es mit halb geschlossenen Augen oder dreht er sich weg und versucht sogar ein bisschen auszuweichen?

Streicheln ist für unsere Hunde nicht immer gleich angenehm. Sitzt du beispielsweise gemütlich mit deinem Hund auf der Couch und streichelst ihn dabei, dann wird er es sicherlich genießen.
Ist dein Hund aber aktiv und in Bewegung oder hat gerade den Rückruf erfolgreich gemeistert und du möchtest ihn dafür mit Streicheln belohnen, ist das oft nicht passend. Dein Hund ist in diesem Moment nicht in Kuschellaune.

Streichelst du deinen Hund in dieser Situation, kann es sein, dass er sich vielleicht komplett wegdreht? Oder nur seinen Kopf? Oder seine Augen? Züngelt er dabei? Wenn dein Hund eines dieser Signale zeigt, dann ist ihm das Streicheln auf jeden Fall in diesem Moment unangenehm.

 

Streicheln kann auch Strafe sein.

Und jetzt wird es tricky. Dein Hund empfindet also in bestimmten Situationen dein Streicheln als unangenehm.
Du wolltest ihn aber für ein bestimmtes Verhalten mit deinem Streicheln belohnen.

Du gibst also der Situation aus Sicht deines Hundes etwas Unangenehmes hinzu – und das ist aus rein lerntheoretischer Sicht eine Bestrafung. Von dir natürlich total ungewollt, aber so ist es.
Und dadurch wird das Verhalten, das du toll findest, nach und nach weniger werden.

Deswegen gilt es genau drauf zu achten, was dein Hund wirklich als Belohnung empfindet.

 

Wenn du genau wissen willst, was dein Hund als Belohnung empfindet, dann sie dir meine Belohnungslostrommel an.

 

Streicheltipps

Streicheln ist eine tolle Art die Beziehung zu deinem Hund zu pflegen. Damit es dein Hund auch wirklich toll empfindet, gibt es hier noch ein paar Tipps für euch:

  • Streichle bevorzugt in Ruhezeiten – da ist die Zeit dafür und ihr könnt euch beide entspannen
  • Bleibe in deiner Körpersprache höflich – stelle oder setze dich seitlich zu deinem Hund und beuge dich nicht über ihn, das wirkt bedrohlich
  • Kopftätscheln ist tabu – die wenigsten Hunde mögen es und finden es einfach unangenehm

 

 

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