Gehe ich mit meinen Hunden spazieren habe ich immer einige gute Leckereien, von kleinen Leckerli-Happen bis zu größeren Pansenwürfeln, sowie einen Futterbeutel oder ein anderes Spielzeug dabei.
Nach und nach kriegen meine zwei Vierbeiner die Belohnungen verteilt.
Natürlich nicht einfach so, sie bekommen es für gute Leistungen … und davon gibt es sehr viele ☺


Warum?
Sollte Belohnen nicht irgendwann aufhören?
Oder besser gefragt: Warum sollte ich mit Belohnen aufhören?
Denn: Es macht mir und meinen Hunden Spaß und erwünschtes Verhalten bleibt bestehen.

Nach den Gesetzen der Lerntheorie bleibt Verhalten nur bestehen, wenn die nachfolgenden Konsequenzen stimmen. Das bedeutet, wenn ich möchte, dass ein Verhalten wie beispielsweise der Rückruf gut funktioniert, dann muss ich Feedback geben. Dieses Feedback muss nicht immer Futter sein, sondern kann genauso gut ein Spiel oder eine Alltagsbelohnung sein. Dadurch lohnt sich das Verhalten für den Hund und er wird es weiterhin zeigen.

Bleibt hingegen die Belohnung irgendwann aus, denn der Hund soll das Verhalten ja nun können, kommt das für den Hund einer Strafe gleich. Die Erwartungshaltung, die wir aufgebaut haben, wird enttäuscht – es gibt keine Belohnung für ein gut ausgeführtes Verhalten! Nach und nach wird der Hund das erwünschte Verhalten nicht mehr sicher zeigen.


Ist das nicht Bestechung?
Bestechung ist nicht gleichzusetzen mit Belohnnung.
Wird ein Hund bestochen, dann wird ihm VOR der Verhaltensausführung etwas Lohnenswertes gezeigt, das er nach korrektem Verhalten erhält. Dieses Zeigen des Lohnenswerten ist zwingend nötig, damit der Hund das Verhalten ausführt.

Bei einer Belohnung hingegen, wird dem Hund das Lohnenswerte nicht gezeigt, sondern er sieht und erhält es erst NACH dem gewünschten Verhalten.


Immer mit Futter belohnen?
Möchte ich Feedback für gutes Verhalten geben, muss das nicht immer Futter sein. Wir haben so viele verschiedene Möglichkeiten um erwünschtes Verhalten unseres Hundes zu loben: große und kleine Leckerlis, Futtertube, Zergel, Dummy, Wurfspiele, Suchspiele, mit dem Menschen rennen, Buddeln schicken, einen Hundekumpel begrüßen dürfen, schnüffeln gehen dürfen …

Seien Sie kreativ und beobachten Sie Ihren Hund – was tut er gerne? Und nehmen Sie das als Belohnung.


Zum Weiterlesen

Buch:

Hunde belohnen – aber richtig!
Verstärker verstehen

Artikel:
Belohnung im Hundetraining
Die Belohnungs-Lostrommel Teil 1
Die Belohnungs-Lostrommel Teil 2
Die Belohnungs-Lostrommel Teil 3
Die Belohnungs-Lostrommel Teil 4

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