Können Sie sich auch noch an die Zeit zurück erinnern als ein kleiner tapsiger Welpe in Ihr Haus einzog? Das Leben mit einem Hund verändert das bisherige vollkommen, die Tage werden schöner und man hat ein Lebewesen an seiner Seite, das mit uns in tiefer Verbundenheit lebt.

Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem wir feststellen, dass unser vierbeiniger Freund, nicht mehr der Jüngste ist – unser Hund ist alt geworden. Das Leben mit einem alten Hund ist ein kostbares Geschenk. Normalerweise kennt man sich in und auswendig, es reicht ein Kopfnicken und unser vierbeiniger Freund, weiß was gemeint ist, alles geht seinen Gang.

Mit dem Alter verändert sich jedoch einiges. Unser Hund verändert sich, er braucht andere Pflege, Ernährung und Bewegung wie früher. In dieser Artikelreihe werden wir nach und nach das Thema „alter Hund“ durchleuchten.

 

Teil 1: Wann beginnt das „Alter“?
Altern beginnt nicht an einem bestimmten Punkt, es kann nicht an einer Jahreszahl festgemacht werden oder an anderen bestimmten Auffälligkeiten. Das Älter werden kommt schleichend und schreitet stetig fort und ist für jedes Lebewesen individuell zu bestimmen.

Wie schnell ein Hund altert ist abhängig von der durchschnittlichen Lebenserwartung der Hunderasse, den Haltungsbedingungen, seiner körperlichen und geistigen Fitness sowie Gesundheit, seiner Ernährung und Pflege.

Wird ein Hund älter, verändert er sich nicht nur in Bezug auf seine körperlichen Bedürfnisse, sondern es kann auch zu Veränderungen in seinem Wesen kommen.

 

Körperliche Veränderungen im Alter
Mit dem Alter kommt auch das ein oder andere Zipperlein. Bei vielen Hunden verändert sich das Bedürfnis nach Bewegung und Aktivität. Ältere Hunde ziehen oft einen kurzen gemütlichen Spaziergang einem langen vor. Die Gelenke
sind nicht mehr die besten und bereiten manchen Hunden Probleme und Schmerzen. Auch das Seh- und Hörvermögen kann sich verschlechtern. Vielleicht bemerken Sie in manchen Situationen, dass Ihr Hund bestimmte Reize nicht mehr so wahrnimmt wie früher.
Eine weitere körperliche Veränderung ist die Verlangsamung des Stoffwechsels. Der Appetit und das Körpergewicht des Hundes können nun verändert sein sowie auch sein Hormonhaushalt. Ebenfalls können Veränderungen im Aussehen des Fells festgestellt werden. Es beginnen graue Häärchen zu sprießen.

 

Charakterliche Veränderungen im Alter
Doch nicht nur äußerlich verändert sich einiges, auch im Inneren kann es zu Verhaltensänderungen kommen.

Oft suchen Hunde im Alter mehr Nähe zu Ihren Menschen, sie folgen Ihnen auf Schritt und Tritt und kleben teilweise regelrecht wie eine „Klette“ an Ihnen.

Es kann aber auch das andere Extrem auftreten und Ihr Hund wird zum Eigenbrötler.

Im Alter braucht man mehr Ruhe und Schlaf, deshalb dösen alte Hunde oft stundenlang auf ihrem Lieblingsplatz und kuscheln sich gerne zu Frauchen/Herrchen. Manche Hunde werden mit den Jahren ängstlicher. Sie reagieren auf bisher gewohnte Dinge oder Situationen mit Angst. Es kann aber auch das Gegenteil auftreten und Ihr Hund wird viel gelassener und steht „über den Dingen“.

Wie bei uns Menschen auch gibt es Hunde, die „senil“ werden. Oft vergessen diese die kleinsten Handlungen. Sie stehen vor ihrem Futternapf und wissen nicht direkt was sie tun sollen. Oder sie bellen einfach nur in die Luft hinein. Auch der Schließmuskel der Blase kann im Alter nachlassen und es passiert hin und wieder ein Malleur. Gehen Sie deshalb durchaus des Öfteren mit Ihrem Hund vor die Tür, damit er sich lösen kann.

Wie Sie sehen kann das Alter subtile, aber auch deutliche Anzeichen mit sich bringen.

 

Egal wie Ihr vierbeiniger Liebling altert…
Geben Sie ihm die Nähe und Zuwendung, die er braucht. Schenken Sie ihm so viel Zeit, wie Sie entbehren können und genießen Sie die gemeinsame Zeit.

 

Hinweis: Der Artikel ist zuerst erschienen auf http://issnruede.de/mein-alter-hund/

 

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs. Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
https://vitacanis.net/ueber-mich/

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