Ist dein Hund so richtig bei der Sache dabei, wenn du etwas mit ihm machst? Will er dann alles richtig machen und hudelt dabei dann oft?
Übermotivation – das ist dann das Stichwort.

Wenn wir mit unseren Hunden trainieren, dann nutzen wir Belohnungen. Doch manche Belohnungen wirken auf unsere Hunde so magisch, dass sie an nicht anderes mehr denken können als an diese eine Belohnung. Dein Hund versucht alles, damit er sie bekommt, denkt aber gar nicht mehr wirklich nach. Und die Erregung schnellt so stark nach oben, dass Lernen gar nicht mehr wirklich möglich ist.

 

 

Gut gemeint und doch zu viel!

Ich kenne es selbst von mir. Im Training möchte ich alles richtig machen und meinem Hund zielsicher etwas beibringen. Da wird genau überlegt wann wie belohnt wird und welche Trainingsschritte nötig sind. Ja und die passende Belohnung darf natürlich nicht fehlen. Jedoch hat aber die Art und Wertigkeit der Belohnung großen Einfluss auf das Lernen deines Hundes. Ist die Belohnung zu gut, dann kann dein Hund an nichts anderes mehr Denken als an diese Belohnung, ist sie zu wenig hochwertig, dann lässt er sich nicht auf das Training ein.

 

Als Einstieg wunderbar geeignet

Sehr hochwertige Belohnungen sind goldwert. Aber nicht als Dauergabe für jede Kleinigkeit, sondern ganz bewusst im Training eingesetzt. Und zwar als Türöffner für ein Verhalten oder aber als Jackpot.

Bei manchen Verhaltensweisen wie Hundebegegnungen oder Antijagdtraining ist es zu Beginn wirklich sinnvoll mit richtig hochwertigen Belohnungen zu trainieren – einfach damit du schnell Erfolge erzielst und dein Hund motiviert bei der Sache ist. Aber wenn die Tür geöffnet ist, dann darf die Belohnung angepasst werden. Sie dir bewusst, dass du im Training nicht nur das Verhalten trainierst, sondern auch die Erregungslage mit einbaust.

Und die Erregungslage ist bei Problemen mit Hundebegegnungen oder Jagdverhalten essentiell.
Wenn die Erregung zu weit oben ist, dann wird dein Hund viel schneller auslösen und jeder kleine Reiz veranlasst ihn zum Reagieren. Umso entspannter dein Hund ist, desto besser kann er Nachdenken.

Zum Weiterlesen:
3 Anzeichen, dass dein Hund gestresst ist.

 

Das Start- und Endesignal

Damit dein Hund auch Abschalten kann und nicht dauerhaft im Standby-Modus ist, weil er eine Interaktion oder Belohnung mit dir erwartet, empfehle ich dir für deinen Hund ein klares Start- und Endesignal aufzubauen. Wenn das Startsignal ertönt weiß dein Hund dann, dass jetzt Training angesagt ist und er sich Belohnungen verdienen kann. Kommt das Endesignal, dann ist die Übung vorbei und er braucht sich nicht mehr anstrengen.

Dieses Wissen wird das Erregungsniveau deines Hundes herunterfahren und ihm helfen Abzuschalten.

 

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs. Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
https://vitacanis.net/ueber-mich/

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