Endlich geht es los zum Spaziergang. Du fährst mit deinem Hund im Auto raus aufs Feld, hältst an, öffnest den Kofferraum und dann kommt der Startschuss: OKAY und dein Hund springt freudig mit vollem Elan aus dem Auto.
Der erste Weg geht ab an den nächsten Busch und er wuselt mit großen Sprüngen den Weg entlang. Aufregung macht sich bei ihm breit und du weißt, die erste Zeit brauchst du nicht viel mit deinem Hund anfangen.

Das Aussteigen aus dem Auto ist der Beginn des Spaziergangs. Beginnt der Spaziergang mit voller Power und Stress, dann kann sich das auf den ganzen Spaziergang ausweiten. Möchtest du also mehr Ruhe in eure täglichen Gassirunden bringen, dann beginne nicht erst unterwegs, sondern beim Beginn – beim Aussteigen aus dem Auto und den Loslaufen.

 

 

Die Gewohnheit verändern

Vor dem Aussteigen ist es wichtig, dass dein Hund lernt ruhig im Auto zu warten. Dafür braucht es kein Bleib. Er soll lernen solange entspannt zu warten bis das Signal fürs Aussteigen kommt.

Gehe zum Kofferraum oder zur Seitentür, je nachdem wo dein Hund mitfährt, und öffne sie langsam. Möchte dein Hund sich durch den Spalt zwengen, schließe sie zügig wieder – bitte nicht mit Wucht zuknallen!! – und versuche es erneut.
Sobald dein Hund wartet und sich zurück nimmt, bestätige dieses Verhalten mit deinem Markersignal und lege ihm ein Stückchen Futter direkt in seine Box/auf die Decke.

 

>>> Kommuniziere eindeutig mit deinem Hund! Wie?
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Wiederhole das solange bis dein Hund wirklich ruhig wartet oder sich sogar dabei hinlegt.

Erst wenn das geschafft ist, geht es an das Aussteigen. Wenn dein Hund bisher immer mit vollem Elan nach dem okay ausgestiegen ist, dann würde ich dir empfehlen ein neues Signal zu verwenden. Ich selbst nutze kein Wort, sondern eine Berührung direkt an der Brust meines Hundes.

Also das neue Signal geben und dann fordere deinen Hund ruhig auf auszusteigen. Entweder indem du ihn mit deiner Hand herausführst (mit Hilfe des Handtouchs) oder mit ruhigen Worten.

 

Draußen angekommen geht es weiter ...

Dein Hund ist nun ausgestiegen, dann geht es daran, die Aufmerksamkeit zu bekommen und das Erregungsniveau weiterhin niedrig zu halten. Versuche also die Aufmerksamkeit erst einmal auf dich zu lenken. Hier kann ich dir beispielsweise Folgendes empfehlen:

  • Einige Leckerlis streuen – Dein Hund hat eine kleine Aufgabe und muss nicht „statisch“ warten und sich zusammen reißen.
  • 10-Leckerli-Spiel – Dein Hund bekommt eine Aufgaben, du unterstützt ihn aktiv beim Warten und seine Impulskontrolle wird spielerisch trainiert.
  • Warte und Schau mich an – So kannst du deinem Hund ebenfalls eine Aufgabe geben und ihn beim Warten unterstützen.

Egal für welche Variante du dich entscheidest, achte darauf alles ruhig zu machen und deinen Hund für gutes Verhalten zu bestätigen.

Hast du dein Auto abgeschlossen und bist bereit für den Spaziergang, dann lasse deinen Hund sich zuerst einmal lösen.
Anschließend geht ihr gemeinsam los. Schicke ihn also nicht mit einem lauf los, sondern geht die ersten 100 Meter wirklich miteinander.

 

Diese „ruhige Energie“, die du beim Aussteigen aus dem Auto aufbaust, wird dir und deinem Hund dabei helfen einen entspannten Spaziergang zu erleben. Also viel Spaß bei euren nächsten Spaziergängen.

 

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