Da übst du mit deinem Hund, dass er locker und entspannt an anderen Hunden vorbei läuft. Und dann passiert es – ein freilaufender Hund steuert direkt auf euch zu! Du und dein Hund, ihr bekommt beide schon schnelleren Puls und das Kopfkino geht los. Doch jetzt zu Erstarren hilft dir und auch deinem Hund nicht weiter.

Jetzt einen klaren Kopf zu bewahren ist für dich, deinen Hund und den weiteren Lernerfolg enorm wichtig. Doch was tun?

 

Die wichtigste Frage
Bevor du dir Strategien überlegst, wie du den anderen Hund denn von deinem Hund abhalten kannst, frage dich erst einmal: Ist mein Hund zu anderen Hunden generell freundlich oder reagiert er ängstlich oder aggressiv auf diese?
Denn genau davon ist es abhängig, was du tun kannst oder auch solltest.

>>> Ist dein Hund freundlich zu anderen Hunden, dann kannst du es dir in einer solchen Situation leicht machen. 
Erlaube deinen Hund zum anderen Hund Kontakt aufzunehmen. Wichtig ist hier, das die Aktion von dir aus geht.
Trainiere solange es geht weiter an der Aufmerksamkeit deines Hundes und wenn du merkst, dass dein Hund es bald nicht mehr schafft, gib ihm das Signal zum Hallo sagen.

Wie du das Sag Hallo – Signal aufbaust, kannst du hier nachlesen: das Kontaktsignal

>>> Sollte dein Hund lieber Abstand zum anderen Hund behalten, weil er entweder Angst hat oder aggressives Verhalten zeigt, dann braucht es andere Strategien.

 

Sitz bombenfest
Kann dein Hund ein bombenfestes Sitz und Bleib, auch wenn die Ablenkung wahnsinnig groß ist? Wenn ja, dann kannst du dir das zu Nutze machen.

Du könntest deinen Hund Sitzen lassen und den auf euch zu rennenden Hund mit deinem Körper abblocken, so dass er schon ein Stück weiter von euch entfernt anhält.

Oder aber du lässt deinen Hund sitzen, läufst auf den anderen zu und leinst diesen an.

Beides setzt aber wirklich ein richtig gutes Sitz voraus. Wenn das noch nicht gut klappt, dann übe es in jeder erdenklichen Situation.

Mir und meinen Hunden hat dieses bombenfeste Sitz schon mehrmals den Tag gerettet und meine zwei haben zu Beginn des Trainings auch nicht daran gedacht sitzen zu bleiben, während ich auf den anderen Hund zu gegangen bin 😉

 

Leckerliregen
Eine andere Möglichkeit ist den anderen Hund mit etwas sehr Schmackhaftem abzulenken. Greife in deine Leckerlitasche und wirf dem Hund wirklich eine große Hand voll Leckerlis direkt vor seine Füße. Viele Hunde sind entweder so verdutzt und schauen erst einmal was das ist oder aber sie machen sich mit voller Freude über die Leckereien her.

Auf jeden Fall hast du gute Chancen dann den Rückzug antreten zu können.

>>> Beachte: Verteidigt dein Hund seine Leckerlis? Futter kann zu Ressourcenverteidigung führen. Entweder von deinem Hund aus oder dem anderen.

 

Fordere den anderen Hund zu etwas auf
Was viele Hunde auch verwirrt und erstaunlich oft gut funktioniert ist, wenn du dem auf euch zu rennenden Hund ein Stopp, Sitz oder Platz entgegenrufst. Die meisten Hunde kennen diese Signale und reagieren mehr oder weniger gut darauf. Auch wenn der Hund nicht wirklich das Signal ausführt, so kann es durchaus sein, dass du ihn damit erst einmal ausbremst.

 

Rückzug antreten
Ist der freilaufende Hund noch ein bisschen weiter von euch entfernt, dann lohnt es sich den geordneten und ruhigen Rückzug zu versuchen. Nicht schnell und hektisch, sondern ruhig und besonnen.

Drehe dich langsam und ruhig um und blicke in deine neue Laufrichtung. Versuche deinen Hund mit seiner Aufmerksamkeit direkt bei dir zu behalten. Würdest du dich ständig umdrehen, kann der andere Hund das eher als Intension verstehen zu euch zu kommen.

 

Weiter atmen
Und egal was du tust, versuche weiter zu atmen. Das hilft dir klarer zu bleiben und konkreter zu handeln. Sage dir durch aus laut „Atme“. Das verschafft dir als Erste-Hilfe-Maßnahme eine erste Beruhigung und du kannst überlegen, was zu tun ist.

 

 


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Sabrina Neubauer-Reichel

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs.
Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
http://vitacanis.net/ueber-mich/

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