Spielst du auch so gerne mit deinem Hund? Es macht einfach Spaß, oder? Für unsere Hunde ist Spielen jedoch mehr als nur Spaß, für sie ist es Training, Kommunikation, Ausprobieren und Beschäftigung. Deshalb weiß jeder Vierbeiner angepasste Spiele zu schätzen.

 

Warum du mit deinem Hund spielen solltest?
Spielen ist einfach toll. Ich genieße jeden Tag die Spieleinheiten mit meinen Hunden, ob mit beiden zusammen oder mit jedem einzeln. Ja, Spielen macht enorm viel Spaß, doch nicht nur deshalb solltest du mit deinem Hund täglich spielen:

  1. Du baust Vertrauen mit deinem Hund auf. Ausgelassenes Spiel bedeutet, dass die beiden Spielpartner einander wirklich vertrauen. Denn nur durch Vertrauen in dich, kann sich dein Hund wirklich fallen lassen. Spielt dein Hund mit dir, ist das also ein wirklicher Vertrauensbeweis.
  2. Du schenkst deinem Hund ungeteilte Aufmerksamkeit. Und das ist etwas Besonderes, das du wirklich jeden Tag genießen solltest.
  3. Du verschaffst deinem Hund geistige und auch körperliche Auslastung. Spiel ist anstrengend, sowohl für den Kopf als auch für den Körper. Dein Hund versichert sich immer wieder, dass die gemeinsame Aktion wirklich Spiel ist und er muss sich, je nach Spielart, intensiv bewegen.
  4. Dein Hund lernt seinen Körper bewusst zu kontrollieren, vor allem den Einsatz seiner Schnauze und seiner Pfoten.
  5. Spiel fördert die Frustrationstoleranz deines Hundes. Spiel ist nicht nur einseitig, sondern geht von beiden Seiten aus. Es ist ein Geben und Nehmen, was bedeutet, dass dein Hund lernt, Frust auszuhalten.
  6. Spiel kannst du wunderbar als Belohnung einsetzen. Lies hier weiter, wenn du Anregungen zu Spielbelohnungen suchst.
  7. Ja und zu guter Letzt, Spielen macht einfach Spaß 🙂

 

Welche Spiele du mit deinem Hund spielen kannst ...
Beim Spielen hat jeder Hund ganz eigene Vorlieben. Der eine ist wirklich ein Allrounder und du kannst ihn mit allem begeistern, doch andere Hunde spezialisieren sich auf einige wenige Spiele. Sei neugierig beim Herausfinden, was deinem Hund wirklich Spaß macht. Ich möchte dir jetzt einige Spiele vorstellen, die dir und deinem Hund Spaß machen können:

 

Suchspiele
Hier darf dein Hund seine Nase einsetzen. Egal ob du deinem Hund Leckerlis oder ein Spielzeug suchen lässt, darf er sein „Spezialwerkzeug“ die Hundenase einsetzen, genauso wie es im beliebt. Du kannst einfach nur einige Leckerlis in die Wiese streuen, eine Spur legen oder aber verstecken.Als kleine Beispiele siehst du hier meine Sheila wie sie ihr Zwergerl sucht und hier habe ich für meine Hunde einen Baum zum Suchspiel umfunktioniert.

 

Apportierspiele
Spielzeuge sind wunderbar für Apportierspiele jeder Art geeignet. Du kannst das Spielzeug oder den Futterdummy einfach nur wegwerfen und dein Hund darf hinterherrennen und es holen. Du kannst es aber auch Verstecken und eine Kombination aus Such- und Apportierspiel daraus machen.

 

Lauerspiele
Bei Lauerspielen sind die Augen deines Hundes gefragt. Hier darf er nach Belieben ein Objekt, entweder Futter oder Spielzeug, beobachten.Wenn dich Lauerspiele intensiver interessieren, dann schau dir das Mäuschenspiel an.

 

Rennspiele
Diese Spiele sprühen nur so von Bewegung und Sportlichkeit und sind daher für alle aktiven Hunden bestens geeignet. Bei Rennspielen kannst du deinen Hund hinter etwas hinterherrennen lassen und ihr könnt euch gegenseitig jagen.Die Rückspursuche ist eine Kombination aus Renn- und Suchspiel und du kannst hier nachsehen, wie du sie aufbaust.

 

Zerrspiele
Jetzt darf dein Hund einmal Kraft zeigen und sich richtig ins Zeug legen.

 

 

Spielsignale für eine gelungene Kommunikation
Ein Spielsignal ist ein ganz gezieltes Signal, das deinem Hund ein bestimmtes Spiel hervor sagt. Klar kannst du einfach so darauf losspielen, doch für bestimmte Situationen ist es schon toll, wenn du ein Spielsignal hast.

Dein Hund ist so automatisch auf das bevorstehende Spiel eingestimmt, er weiß, was ihn erwartet. Das hat vor allem den Vorteil, dass du Belohnungen so viel effektiver einsetzen kannst.

Zudem schaffst du es mit Spielsignalen deinen Hund in eine ganz gezielte Stimmung zu versetzen. Kündigst du ein Hetzspiel an, wird dein Hund sich innerlich auf das Rennen vorbereiten, kündigst du hingegen ein Suchspiel an, wird dein Hund vom Erregungsniveau ruhiger bleiben und die Nase wird aktiv.

Und ein ganz wichtiger Punkt: Dein Hund beginnt erst richtig auf das Spielsignal zu reagieren und nicht schon, wenn das Spielzeug in Sicht ist.

 

Wenn du ein Spielsignal aufbauen möchtest, gehe wie folgt vor:

Sage das Spielsignal, hole erst jetzt das Spielzeug hervor und beginne das Spiel.
>>> Erst Signal, dann Spiel.

 

Und jetzt, viel Spaß beim Spielen mit deinem Hund 🙂

 

 


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Sabrina Neubauer-Reichel

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs.
Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
http://vitacanis.net/ueber-mich/

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