Wie soll dein Hund lernen mit seiner Umwelt ruhig und gelassen umzugehen, wenn du selbst aufgeregt, hibbelig und nervös bist? Gar nicht, oder?

Ich weiß, es ist nicht so leicht einfach ruhig zu bleiben, wenn eine Situation auftritt, die für deinen Hund und dich schwierig ist. Sei es der Nachbars Hund, den dein Hund zum Erzfeind auserkoren hat oder aber beim Läuten der Türklingel, wenn dein Hund wie ein HB-Männchen vor der Wohnungstür herumspringt oder aber, wenn dein Hund wie ein Schlepplift in der Leine hängt und du von deinem Training nichts siehst.

Am liebsten würdest du wahrscheinlich auch einfach einmal lospoltern oder gefrustet herum nörgeln. Aber was bringt es dir?

 

 

Zwei emotionale Wesen.

Dein Hund reagiert also emotional, so wie er es in der Situation für richtig hält. Dass dieses Verhalten nicht immer mit deinem Wunsch gleich ist, ist ganz normal. Aber dafür gibt es dann Training. Doch du kannst nur etwas an seinem Verhalten ändern, wenn du bei dir bleibst, einen klaren Kopf behältst und die Situation richtig einschätzen kannst.

Denn, wie willst du deinem Hund etwas beibringen, wenn du selbst außer dir bist? Du kannst gar nicht mehr souverän deinem Hund gegenüber auftreten und er wird deine Signale nicht wahrnehmen. Du kannst keinen Trainingsplan verfolgen und du wirst Ansätze von gutem Verhalten nicht erkennen.
Ihr seid dann beide einfach nur in euren Emotionen und das „Denken“ ist ausgeschaltet. Aber genau das ist es, was du brauchst.

 

Deine Wahl!
Mache dir erst einmal klar, dass du aktuell, in genau dieser Situation noch nichts ändern kannst. Sie ist jetzt einfach so. Punkt. Doch du hast die Wahl, wie du darauf reagiert – es ist deine ganz eigene Entscheidung.

Steigst du darauf ein und lässt dich auch, genauso wie dein Hund, von deinen Gefühlen übermannen oder aber atmest du durch und bleibst ruhig und wirst so zum souveränen Vorbild für deinen Hund?

Frage dich ganz ehrlich:
Was bringt dir mehr?
Welches deiner Verhaltensweisen hat wirklich die Chance dazu auf Dauer Einfluss auf deinen Hund zu nehmen?
Das aufgeregte oder das ruhige Verhalten?

Ich denke, wenn du darüber nachdenkst, sollte die Antwort sehr eindeutig ausfallen 😉

 

Einfach ruhig bleiben – das sagt sich so einfach. Ich weiß. Doch mit ein bisschen Übung ist es wirklich einfach. Sei dir bewusst, dass du den Startschuss für einen entspannten Alltag geben kannst – nur du.

Sabrina Neubauer-Reichel

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs.
Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
http://vitacanis.net/ueber-mich/

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