Wir brauchen sie jeden Tag, manchmal sogar des Öfteren – die Leine.
Für kurze Gassirunden um den Block, bei Begegnungen mit anderen Menschen und Hunden oder in der Nähe von Straßen ist sie unser ständiger Begleiter. Und genau aus diesem Grund ist es für dich und deinen Hund wichtig, welche Leinenlänge du wählst.

Ich selbst nutze im Training und im Alltag mit meinen Hunden eine 3 Meter Fettlederleine. Das Leder liegt mir sehr angenehm in der Hand und durch den 3m-Spielraum ist ein „miteinander“ gehen, entspannt möglich.

Warum aber genau 3 Meter? Das erkläre ich dir jetzt.

 

Soll dein Hund nur Fuß laufen?
blog-4Bei der Leinenführigkeit unterscheide ich zwei Verhaltensweisen meiner Hunde. Einmal das direkte Neben mir laufen, also Fuß gehen, und einfach an lockerer Leine laufen. Das Fuß laufen nutze ich für Begegnungen auf engen Wegen oder direkt in der Stadt. Im Alltag jedoch ist das an lockerer Leine laufen das wünschenswerte Ziel für mich, meine Hunde sollen sich automatisch der Leinenlänge anpassen und mit mir mitlaufen.

Müssten sie die ganze Zeit nur direkt neben mir laufen, wäre das für sie nicht nur sehr anstrengend, sondern es frustriert auch enorm. Sie möchten Pinkeln, Schnüffeln und sich bewegen können. Schränke ich den Bewegungsradius so stark ein, wird ein gefrusteter Hund das Ergebnis sein.

Mit einer 3-Meter-Leine können sie das alles machen, ohne dass ich ständig stehen bleiben muss oder meinen beiden einen unbeabsichtigten Ruck verpasse, weil ich nicht aufgepasst habe.

 

Der Radius ist immer kleiner.
Hast du für den Alltag beispielsweise eine 1,5 Meter Leine, dann hat dein Hund deutlich weniger Spielraum als diese 1,5 Meter.

Stell dir einen kleinen Hund vor. Hier muss die Leine erst einmal die Distanz von Karabiner bis zu deiner Hand überbrücken, was bleibt dann noch an Länge für den Hund übrig? Nicht wirklich viel.
Und auch bei einem größeren Hund geht ein Stück der Leine verloren. Nicht durch die Distanz von Karabiner zu dir, sondern von der Rückenlänge her gesehen.

Du kannst also locker ca. 0,5 Meter von der eigentlichen Leinenlänge abziehen und das was übrig bleibt, das hat dein Hund zur Verfügung. Bei 3 Metern wären das immerhin 2,5 Meter.

 

Der Wegrand und der Weg
leineWenn ich mit meinem zwei Wuffs spazieren gehe, dann gehen sie mit Begeisterung am Wegrand und schnüffeln im Gras oder am daneben stehenden Busch, während ich auf dem Weg bleibe.

Hätte ich jetzt nur eine 1,5 Meter Leine, würde Lenni nicht einmal bis zum Busch gelangen um dort hinpinkeln zu können. Nicht sehr schön für ihn, und für mich auch nicht. Damit er also pinkeln kann, müsste ich jedes Mal mit in diese Wiese hinein. Oder aber ich müsste ihn weiterziehen.

Mit 3 Metern ist das kein Problem. Hier können beide ganz entspannt am Wegrand schnüffeln und auch ihr kleines oder großes Geschäft am Busch verrichten, ohne dass die Leine sofort auf Zug kommt.

 

Als Fazit kommt für mich nur noch eine 3 Meter Leine in Frage. Ich nutze sie im Alltag und auch im Training mit meinen Hunden. Und wenn ich gerade eine kürzere Leine brauche, rolle ich sie einfach auf.

Probier es einmal aus 🙂

 


 

keine-aufmerksamkeit-an-der-leine_

 


Let’s rock positive dog training!
Trag Dich jetzt ein und erhalte immer wieder kostenlos Tipps von mir in Dein Postfach.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Sabrina Neubauer-Reichel

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs.
Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
http://vitacanis.net/ueber-mich/

Facebook Twitter Google+ YouTube