Spielen macht Spaß, nicht nur dir, sondern auch deinem Hund. Der Spaß alleine würde ja schon reichen, doch das große Plus von einem gemeinsamen Spiel mit deinem Hund ist, dass die Beziehung enorm gestärkt wird.
Die meisten Hunde lieben es zu Toben, Rennen, Zerren oder zu Räubern. Doch auch etwas Belauern, gehört zum Spielverhalten dazu.

 

Lauerspiele - was ist das und wozu sind sie gut?
Bei Lauerspielen beobachtet dein Hund sein Spielzeug oder ein Stückchen Futter, verfolgt dessen „Bewegungen“ mit seinen Augen und darf es am Ende erwischen. Du ahmst also mit Lauerspielen Beute nach und dein Hund darf einen Teil des Jagdverhaltens gezielt ausleben. Zudem trainierst du die Impulskontrolle deines Hundes und hältst das Erregungsniveau bei dieser Art Spiel relativ niedrig.

Lauerspiele sind also wunderbar geeignet, um einfach nur so mit deinem Hund zu spielen. Aber auch zu Belohnung sind sie super einzusetzen. Vor allem für jagdlich motivierte Hunde sind Lauerspiele ideal, aber auch so kenne ich keinen Hund, der diese Spiele nicht liebt.

Das schöne an Lauerspielen ist, dass sie sehr gut zum Einstieg in das Spiel mit dem eigenen Hund genutzt werden können. Da bei dieser Art Spiel wenig Bewegung vorhanden ist, können so sehr gut ängstliche oder unsichere Hunde zum Spiel motiviert werden.

 

Das Mäuschenspiel
Das Mäuschenspiel ist ein Lauerspiel, bei dem du als Mensch mit Hilfe eines Spielzeugs oder eines Leckerlis ein „Mäuschen“ nachahmst. Das Mäuschen bewegt sich langsam von deinem Hund weg, von rechts nach links und am Ende springt es weg und dein Hund darf es fangen.

Dein Hund soll das Spielzeug oder Futter nur mit seinen Augen beobachten und erst nach deiner Freigabe hinterhergehen.
Halte zu Beginn die Lauersequenz sehr kurz, damit dein Hund schnell ein Erfolgserlebnis hat. Nach und nach kannst du das Spiel in die Länge ziehen.

 

Der Aufbau des Mäuschenspiels

Um deinen Hund das Mäuschenspiel beizubringen, brauchst du nicht sehr viel. Lediglich ein Stück Leckerli oder ein Spielzeug.
Ich selbst nutze gerne große Stückchen Futter wie Karottenstückchen, große Käsewürfel, Trockenfleischstücke. Steht dein Hund eher auf Spielzeug eigene sich beispielsweise ein Futterdummy, ein Zwergerl, aber auch jedes andere Spielzeug.

Und zudem wäre es noch super, wenn du ein Markersignal hättest, mit dem du deinen Hund schnell Feedback geben kannst.
Was ein Markersignal ist, kannst du hier noch einmal nachlesen.

 

Schritt 1:
Nimm das Objekt (Leckerli oder Spielzeug) in deine Hand. Setze dich zu deinem Hund auf den Boden oder stelle dich seitlich neben ihn. Hole das Objekt langsam hervor und zeige es deinem Hund. Sobald dein Hund zu dem Objekt blickt, markierst du das und belohnst den Blick zum Objekt mit einer Freigabe und dem Wegwerfen des Objekts.Sollte dein Hund sofort nach dem Leckerli oder Spielzeug schnappen, nimm es kommentarlos weg. Versuche es erneut und halte die Bewegungen kleiner.

Schritt 2:
Hole das Objekt wieder hervor und beginne nun es ganz langsam und sachte zu bewegen. Die Bewegung kann zu Beginn wirklich kurz ausfallen, etwas 5 cm nach rechts oder links. Verfolgt dein Hund das Objekt nun mit seinen Augen, markiere das und belohne ihn wieder.

Schritt 3:
Schafft es dein Hund nun das Objekt ein bisschen mit dem Augen zu beobachten, benennen das Spiel. Bei uns heißt es einfach „Mäuschen“.Sage das zu zuerst das neue Spielsignal „Mäuschen“ und hole erst anschließend das Objekt hervor und beginne mit dem Spiel: „Mäuschen“ > Objekt > Bewegung > Marker > Belohnung

 

Hier kannst du das Mäuschenspiel direkt als Video ansehen:

 

Viel Spaß beim Belauern mit deinem Hund 😉

 


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Sabrina Neubauer-Reichel

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs.
Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
http://vitacanis.net/ueber-mich/

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