Der Herbst hat es ganz schön in sich. Bunte Farben, lange Spaziergänge und Matsch 😉 Unsere Vierbeiner sehen nach einem Spaziergang schon mal eher nach einem Schlammmonster aus als nach kuscheligem Hund. Also heißt es nach der Gassirunde „Hund sauber machen“, damit er wieder wohnungstauglich wird.

Viele Hunde finden das Abtrocknen und Sauber machen jedoch nicht so angenehm und zappeln oft herum. Damit es dir und deinem Hund leichter fällt, habe ich ein paar Tipps für dich.

 

 

Routine durch Targets
Hast du einen festen Platz, an dem du deinen Hund immer sauber machst? Wenn ja, super. Denn das schafft für deinen Hund eine gewisse Routine und kündigt ihm das Sauber machen an.

Ich selbst habe bei meinen Hunden jeweils ein großes Handtuch, das ich bei unserem Abtrockenplatz ausbreite. Dort haben sie gelernt direkt hinzugehen und zu warten bis ich mit dem Handtuch etc. komme. Und auch das ganze Säubern findet darauf statt.

Das Handtuch stellt für meine Hunde einen Target dar, also ein Ziel. Sie wissen dort sollen sie bleiben und warten. Und schon alleine das Warten darauf habe ich immer wieder geübt. Dieses Handtuch liegt meist schon bevor wir zu unserem Spaziergang aufbrechen an Ort und Stelle und meine zwei gehen automatisch nach dem Gassigehen dort hin.

 

Sag deinem Hund, was gleich passiert
Abreiben mit dem Handtuch, mal über den Kopf, dann vorne an den Beinen und dann auf einmal Bauch und dann Hinterbeine. Puh, woher soll dein Hund wissen, was auf ihn zukommt? Keiner, weder du noch dein Hund, mag es, wenn einfach so über den eigenen Körper bestimmt wird.

Kündige deshalb deinen Hund doch die einzelnen Körperteile an und gib ihm so die Information an welchem Körperteil du dich gleich zu schaffen machst. Dein Hund wird dadurch nach einiger Zeit ruhiger. Ein toller Nebeneffekt wird außerdem sein, dass er bald von sich aus, allein auf deine Ankündigung hin, dir das nächste Körperteil entgegenstreckt.

 

Abrubbeln, Wasser und Baden
Mit Schlamm verklebtes Fell – ja wie kriegst du das am Besten raus. Lauwarmes Wasser hilft dir den groben Dreck zu lösen. Nimm entweder einen Eimer mit lauwarmen Wasser und stecke jede Pfote extra rein, um sie sauber zu machen. Oder aber, wenn du die Möglichkeit hast, lasse deinen Hund in die Dusche. So kannst du das Fell vorsichtig von dem Schmutz befreien. Und der Rest lässt sich dann wirklich leicht abreiben.

Mit Hilfe eines nassen Waschlappens kannst du sehr entspannt die Bauchunterseite und die Innenseiten der Schenkel säubern.

Baden brauchst du deinen Hund wirklich so gut wie gar nicht. Es schadet Haut und Fell deines Hundes eher, als das es ihm nützt.

 

Belohnen nicht vergessen
Ja ich weiß, Abtrocknen ist oft ein leidiges Übel, doch das kannst du ändern. Sie es bewusst als Training an und belohne deinen Hund für gutes Verhalten. Gibt er dir ruhig die Pfote, spitze, das ist eine Belohnung wert. Oder lässt er entspannt seinen Bauch von dir Abrubbeln, auch das ist super.

Honoriere das Verhalten deines Hundes und du wirst sehen, dass das Sauber machen immer mehr zum Spaß wird.

 

Nimm dir Zeit
Und zu guter Letzt möchte ich noch ein Wort zum Thema Zeit beim Sauber machen verlieren. Das Sauber machen eines dreckigen Hundes gehört wahrscheinlich nicht zu deinen liebsten Beschäftigungen, es gehört jedoch dazu. Und es ist Zeit mit deinem Hund. Auch das ist Beziehungspflege, vor allem, wenn du auch auf seine Empfindungen eingehst.

 

Und jetzt wünsche ich euch tolle, matschige Herbstspaziergänge 🙂

 


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Sabrina Neubauer-Reichel

arbeitet als Trainerin für Menschen mit Hund in Bayreuth, Creußen und Pegnitz und ist für Seminare in ganz Deutschland und Österreich unterwegs.
Sie ist Autorin von mehreren Fachbüchern.
Zudem gibt Sie Ihr Wissen in Ihrer Online-Akademie und auf Ihrem Blog an interessierte Hundehalter weiter.

Mehr zu Sabrina erfährst du hier:
http://vitacanis.net/ueber-mich/

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